Andreas Gauger

An innere Grenzen zu stoßen und nicht mehr zu können, ist keine Schwäche. Der Internetpionier, Topmanager und Unternehmensgründer Andreas Gauger erzählt in „SWR1 Leute“ bei Nicole Köster von seinem Grenzerlebnis. Ein aus meiner Sicht ganz klassischer Verlauf. So ein Verhalten als „dumm“ zu bezeichnen, wie es Gauger und die Moderatorin zu Beginn tun, ist eine typische Reaktion: Burnout-Prozesse sind oft begleitet von Selbstvorwürfen und -Abwertungen. Leider verschärfen sie oft die Problematik, weil sie einem besseren Verständnis für sich selbst im Wege stehen. Andreas Gauger und Nicole Köster gehen aber diese Schritt weiter, versuchen zu verstehen oder wenigstens zu beschreiben, was passiert, wenn ein Mensch „das Eigene“, also körperliche Befindlichkeit und persönliche Interessen, weniger wichtig nimmt, als Anforderungen von außen. Oft stecken unbewusste Anschauungen dahinter, die ähnlich wirken wie ein Autopilot-System. Wenn Menschen auf diese Art in Richtung Burnout steuern, ist das keinesfalls dumm, sondern fatal und bisweilen tragisch. 

Mitschnitt SWR1 BW 12.02. ab 1000 Uhr

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